Trends

Fischrezepte – gut für die Kinder und den Sommer

Fischrezepte – gut für die Kinder und den Sommer
Fischrezepte – gut für die Kinder und den Sommer
Wer hätte das gedacht? Beides lässt sich durch Fisch gut unter einen Hut bringen. Im Sommer gehört Fisch auf den Grill oder auf den Burger. Aber Kinder mögen oft nichts mit Augen essen. Wie kann man trotzdem Fisch servieren, und welchen eigentlich? Worauf sollte man so beim Einkauf und bei der Lagerung achten? Hier einige Tipps, die natürlich nicht den Anspruch erheben, vollständig zu sein.
Fisch ist gut für Kinder
Für Kleinkinder wird empfohlen,  ein bis zweimal pro Woche Fisch zu servieren. Dieser enthält viele Omega-3-Fettsäuren, die für die kindliche Entwicklung und unser Gehirn wichtig sind.
Kinderfreundliche Fischarten
Nun, von Fischstäbchen hat jeder schonmal etwas gehört. Aber darüber hinaus?  Sehr beliebt bei Kindern ist was relativ neutral schmeckt und nicht mehr nach Fisch aussieht – denn was Augen hat wird grundsätzlich nicht gegessen. Auch dürfen keine Gräten vorhanden sein und die Textur sollte möglichst gleichmäßig und angenehm sein. Was erfüllt diese Kriterien? Sehr beliebt bei Kindern sind die sogenannten „Bremer“ – dabei handelt es sich um handtellergroße Fischfrikadellen mit Panade. Sie schmecken etwas kräftiger als Fischstäbchen und weisen in der Regel weniger Fischstruktur auf. An Fischarten eignen sich besonders Seelachs, Kabeljau, Schellfisch, Rotzunge und Lachs (besonders Wildlachs, bedingt auch Rotbarsch), Makrele und Forelle. Die meisten sind relativ wenig „fischig“ im Geschmack. Am preisgünstigsten wäre hier der Seelachs und der Schellfisch, der Lachs ist im Vergleich am teuersten. Seelachs, Rotzunge, Rotbarsch (etwas kräftiger, allerdings als Raubfisch quecksilbergefärdet), Schellfisch und Kabeljau lassen sich sehr gut panieren (sowohl als Filet als auch in kleinen Stücken, wie der holländische Kibbeling, der in der Regel aus Kabeljau gemacht wird / Filetvariante Backfisch aus Schellfisch).
Zubereitung für Kinder
Paniert ist oft besser: Es schmeckt krustiger, neutraler und sieht nicht mehr aus wie Fisch. In jedem Fall sollte man das Fischfilet vor der Zubereitung einmal kurz abspülen und abtrocknen. Soll die Haut dranbleiben, ist diese diagonal einzuschneiden, damit auch hier Gewürze eindringen können. Dann reibt man es von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer ein (bei Kindern nur wenig Gewürze verwenden), wahlweise kann auch Zitronensaft oder kleingeschnittene Kräuter hinzugenommen werden. Für eine einfache Panade wende man das Fischfilet oder die Fischstückchen danach kurz von beiden Seiten in Mehl und dann ab in die Pfanne. Für eine dickere und leckere Panade (im Ofen ohne Öl, auch super für Burger) könnt ihr wie folgt vorgehen: Zutaten: pro 400/500g Fisch: 1 Tasse Semmelbrösel, 1 Ei, 1 Löffel Mayonnaise/Sahne/Buttermilch, 1 Löffel Senf, 1 Löffel Mehl, eine Prise Pfeffer und Salz und Kräuter (Rosmarin, Thymian oder Dill eignen sich) Zubereitung: Zunächst schneidet man das Fischfilet ggf. kleiner (und entfernt die Haut nach Bedarf s. o.), sodass es pro Person bzw. pro Burger passt. Dann gibt man alle Zutaten bis auf die Semmelbrösel in eine Schale und wendet den Fisch darin vorsichtig. Dann wird der Fisch auf eine dicke Schicht Semmelbrösel gelegt und mit den Händen weitere Semmelbrösel auf den Fisch und an die Seiten dazu gegeben, bis alles gut bedeckt ist (möglichst wenig wenden, da empfindlich). Dann kann der Fisch auch schon auf das mit Backpapier ausgekleidete Backblech und wird für ca. 13 Minuten (je nach Dicke und Größe der Fischfilets) bei 170 Grad Umluft (oder 180 Ober/Unterhitze) gebacken. Alternativ kann man diese natürlich auch in der Pfanne frittieren. Für den Grill ist es auch geeignet, gegen abtropfendes Fischfett (welches zu kleinen Flammen führen kann) und gegen ein Auseinanderfallen des Fisches ist ggf. eine Alufolie unterzulegen und etwas Öl  hinzuzugeben, damit der Fisch nicht anklebt.
Fischkauf und Aufbewahrung
Beim Fischkauf sollte dieser möglichst frisch sein und nicht gefroren. Es ist auf Gütesiegel wie MSC oder FOTS zu achten, besonders aber auch darauf, dass der Fisch, wenn er aus einer Aquakultur stammt – pflanzliches Futtre erhält, kein Wildfang als Jungtiere genutzt werden, kein genverändertes Futtermittel verwendet wird und keine negativen Umwelteinflüsse entstehen – bei Wildfang soll der jeweilige Fischbestand stabil sein, die Fischereimethode möglichst selektiv sein oder umweltschonend weiterentwickelt, die wenig Beifang produziert. Am besten ist regionaler Fisch zu kaufen, der keine langen Transportwege hat. Kurz zu den zuvor genannten Arten:

  • Seelachs: Der gängigste Fisch. Hier lohnt es sich, bessere Qualität zu kaufen. Gefangen werden kann der Fisch fast überall in den europäischen Meeren.
  • Kabeljau/Dorsch: Kabeljau kommt im gesamten Küstengebiet von Nordfrankreich bis hin nach Schweden und Nordnorwegen und Island vor. Der sogannte Skry oder Winterkabeljau ist geschmacklich noch intensiver und etwas mächtiger.
  • Schellfisch: Schellfisch gehört zu der Familie der Dorsche und wird in der Nordsee und dem Nordatlantik bis hin nach Russland gefangen.
  • Rotzunge: Diese findet sich im ganzen Nord-Ost-Atlantik, auch vor Großbritannien und Norwegen.
  • Rotbarsch: Hier handelt es sich auch um einen Meeresfisch (anders als unser Flussbarsch), der ebenfalls im Nordatlantik gefangen wird. Als Meeres-Raubfisch kann es hier jedoch zu einer Quecksilberanreicherung kommen, daher würde ich die anderen Fischsorten bevorzugen.
  • Lachs: Hier ist ein Lachs aus guter Zucht/Aquakultur zu wählen. Es bietet sich Schottland oder Norwegen an. Wildlachs ist noch gesünder, da hier kein Fischfutter zum Einsatz kommt und dieser mehr Omega-3-Fettsäuren enthält.
  • Makrelen eignen sich auch und sind günstig, werden meist vor Norwegen gefangen. Allerdings haben sie einen kräftigeren Eigengeschmack und sind fettiger.
  • Forelle: Als heimischer Süßwasserfisch sei auch die Forelle aufgeführt, manche Kinder mögen jedoch den etwas fettigeren Geschmack nicht.

  • Am besten sollte der Fisch nur auf Eis liegen und seit dem Fang noch nicht tiefgefroren sein (dies ist heutzutage möglich). Frischen Fisch erkennt man an klaren Augen, roten Kiemen und intakten Schuppen (und an einem nur leichten Geruch). Beim Fischhändler kann man sich auch direkt die Schuppen entfernen oder ggf. die Haut des Fisches abziehen lassen. Dies kann man auch zuhause mit einem großen scharfen Messer tun. Dazu setzt man es im ca. 60 Grad Winkel zu einer glatten Unterlage an und schneidet mit etwas Druck schiebend den Fisch zur Seite. Dabei hält man die Haut unten hinter dem Messer fest. Keine Sorge, man wird besser darin.  Zuhause ist der Fisch (das Fischfilet) einmal auszupacken, zu waschen und zu trocknen. Falls er innerhalb der nächsten 30 Stunden verzehrt werden soll, reicht es, ihn auf einen Teller zu legen und mit Klarsichtfolie luftdicht zu verschließen. Ansonsten sollte das Filet eingefroren werden (auch hier möglichst luftdicht, manche Fischhändler bieten ein Vakuumieren des Fisches an).

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.